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Küchen-News

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die IFA war in diesem Jahr wieder einmal sehr beeindruckend. Das Thema Smart Home, vor Jahren noch belächelt, hat sich zum Dauerbrenner entwickelt und, wie ich meine, durchgesetzt. Die Innovationkraft der Hausgeräte-Industrie ist ungebrochen, allen voran machte in diesem Jahr das Gütersloher Familienunternehmen Miele mit einer wirklichen Neuheit im Bereich Kochtechnik von sich reden, wir stellen das Gerät auf Seite 4 ausführlich vor.

Am Rande der IFA wurde dann auch bekannt, dass Schüller Küchen künftig auch mit Miele in der Komplettvermarktung arbeitet. Ohne Zweifel haben sich die Gütersloher mit Nobilia, Häcker und Schüller hier die Vorzeigeunternehmen am Markt ausgesucht. Dies heißt aber nicht, dass Miele nicht auch für weitere Kooperationen im Bereich der Komplettvermarktung offen ist, die Partner werden sorgfältig ausgewählt.

Bedrückend ist nach wie vor das Szenario, das wir rund um die Alno AG erleben: Die Zeit rennt davon und das Alno-Schiff droht immer weiter abzusinken. Der Insolvenzverwalter Prof. Dr. Hörmann kämpft derweil an allen Fronten und besucht gerade mit dem neuen CEO Rolf Rickmeyer die wichtigsten Großkunden wie MHK, XXXLutz oder Segmüller, um Vertrauen zu gewinnen. Denn von diesen Großkunden hängt ab, ob Alno noch zu retten ist. Das Insolvenzgeld für die Alno AG läuft Ende September aus, danach muss Alno die Löhne wieder selbst erwirtschaften.

Jetzt wird deutlich, durch die Planinsolvenz ist viel zu viel Zeit sinn- und nutzlos verstrichen. Spielen die Kunden nicht mit, bleibt Hörmann nichts anderes übrig, als die Alno AG in ihre Einzelteile zu zerschlagen und an Investoren zu verkaufen. Ob nun der Hastor-Clan oder Max Müller und Ipek Demirtas die Schuld an demFiasko tragen, ist für die 1.900 Mitarbeiter absolut zweitrangig.

Erfreulich ist nur, dass die Alno- und Wellmann-Mitarbeiter auf dem Markt gefragt sind und sich vielfältige Lösungen beispielsweise auch für die Pfullendorfer Mitarbeiter abzeichnen. Alno ist nun abhängig von der Hausmesse in Ostwestfalen, hier wird sich zeigen, ob Kunden kommen oder ihre Zeit lieber einsetzen, um sich neue Lieferanten zu suchen. Wir werden Hausmessen unter ganz neuen Voraussetzungen erleben: Die Hersteller kämpfen mit vollen Auftragsbüchern und langen Lieferzeiten, durch die Alno-Misere gestärkt, werden die Verhandlungen mit den Einkaufsverbänden ganz neue, selbstbewusste Dimensionen annehmen, da bin ich mir sehr sicher.

Ich freue mich, Sie alle in Ostwestfalen persönlich zu treffen. Freue mich auf eine gute Messe und in Richtung Alno bleibt mir nur zu sagen,

die Hoffnung stirbt zuletzt,

Ihre Stefanie Willach

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