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Küchen-News

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

sie hat uns wieder, die Diskussion rund um die LivingKitchen. Mit der BSH hat, wie in der vergangenen Ausgabe berichtet, einer der größten Player der Hausgeräteindustrie für 2019 abgesagt. Electrolux ist ebenfalls nicht dabei und auch Whirlpool gibt wohl Mailand der Vorzug. Wenn da mal Miele nicht neu überlegt. Mit Nobilia hat vergangene Woche allerdings der größte Player der Küchenmöbelindustrie zugesagt. Dr. Lars Bopf hat die Teilnahme auf der VdDK-Sitzung (16.11.) verkündet und, so hören wir aus den gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen, auch durchblicken lassen, dass dies aus „patriotischen und messetaktischen“ Gründen geschehe.

Ansonsten geben sich die Küchenmöbel-Hersteller noch nachdenklich, was eine Teilnahme an der LivingKitchen betrifft. Deutliche Kritik gab es an der Tonlage der Messepromotion der Kölner für die LivingKitchen 2019: Sie sei viel zu technisch, Hipster und Pubertierende würden keine Küche kaufen. Emotion und Gefühle stellen die Hersteller ins Zentrum ihrer Wunschliste. Weiter wurde kritisiert, dass sich Köln viel zu sehr auf die Geräte fokussiert habe. Die Messe hieße „Kitchen und nicht Living Device …“.

Und natürlich die Internationalität: Wenn nicht endlich spürbar ein Schub Richtung internationale Besucher kommt, dann wehe, wehe. In diesem Zusammenhang warf dann ein Hersteller ein, ob die Koelnmesse denn überhaupt etwas für Besucher tue und von denen wisse …

Harsche Kritik, der sich die neuen Verantwortlichen Matthias Pollmann und Bernd Sanden stellen mußten. Böse und Co. schwimmen allerdings derzeit auf einer Welle des Erfolges. Die Möbelmesse 2018 (ohne Küchenbeteiligung) verzeichnet einen zweistelligen Zuwachs und zwar in Bezug auf Aussteller wie auch auf die gebuchte Fläche, wobei vor allem ausländische Aussteller nach Köln strömen.

An zweiter Stelle in der Messediskussion steht für mich die küchenwohntrends 2018, die in München stattfindet. Der Veranstalter Michael Rambach möchte eine kompakte, wohlstrukturierte und sehr persönliche küchenwohntrends 2018 für Endverbraucher, Fachbesucher und Aussteller initiieren. Da sollen „wohnaffine Konsumenten mit Freude an hochwertigen Marken einzigartige Produktwelten entdecken, spüren, erleben und mit den Anwesenden aus Industrie und Handel vor Ort ins Gespräch kommen“. Ziel sei es, sich für ein nachhaltiges Geschäft gegenseitig zu befeuern. Für den Fachhandel stehe der maximale Nutzen im Fokus. Und für die Industriepartner sollen sich interessante neue Handelskontakte ergeben.

Ob dieses Konzept tatsächlich für so viel Furore sorgt, wie Rambach verspricht, wage ich zu bezweifeln. Hier entsteht meiner Meinung nach eine Nischenveranstaltung, die nicht von der Mitte des Marktes getragen wird.

Hier ist kein Platz für Otto-Normalverbraucher und auch nicht für Hipster, Pubertierende, diese Veranstaltung zielt auf das Luxussegment und da werden meines Wissens immer noch Küchen von Bulthaup, SieMatic, Poggenpohl, Eggersmann, Valcucine und Boffi gekauft. Alles Aussteller, die, so die aktuelle Teilnehmerliste, nicht in München dabei sind. Aber natürlich gut zu den Wohnmöbelherstellern WK Wohnen, Cor, Interlübke und Hästens passen würden. Hoffentlich geht die wunderbare Premium-Messewelt nicht am Interesse von Industrie und Handel vorbei. Wäre doch echt schade, wenn wir nur zum Champagnerschlürfen nach München fahren würden,

meint Ihre Stefanie Willach

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