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Küchen-News

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

2018 verwöhnt die Branche bislang mit guten Umsätzen, sowohl in der Kü-chenmöbelindustrie, bei den Hausgeräteherstellern als auch im Handel laufen die Geschäfte mehr als ordentlich. Die weltwirtschaftlichen Schre-ckensszenarien und politischen Verwerfungen beunruhigen die Konsu-menten scheinbar kaum.

Große Teile der Küchenmöbelindustrie profitieren aktuell natürlich noch von der Insolvenz der Alno AG. Während im Handel die Folgen der Pleite noch deutlich spürbar sind, sowohl der Insolvenzverwalter als auch der Factorer Coface versuchen bei den Händlern immer noch Geld für unvollständig ausgelieferte Küchen einzutreiben, kämpft die Neue Alno GmbH mit ihrem Frontmann Andreas Sandmann um eine Zukunft im Karpfenteich. Für diesen Kampf hat sich Sandmann nun mit dem früheren Quelle-Chef Dr. Bernd Warnick einen exzellenten Branchenkenner in Boot geholt.

Dr. Warnick, der schon zu den goldenen Zeiten des Versandhändlers Quelle bei Küchen Quelle am Ruder stand, später mit zusammen mit Alexander Fackelmann, der BU-Holding von OBI-Franchisenehmer Hannes Steng und Schickedanz-Stiefsohn Dr. Christian Bühler die insolvente Küchen Quelle übernahm und wieder aufbaute, wird nach meiner Einschätzung nicht als Handelsreisender bei der Neuen Alno GmbH aufschlagen. Nach meiner Einschätzung wird Dr. Warnick ein Handelskonzept für die Alno AG entwickeln, das sowohl stationär als auch online greifen soll. Denn nichts braucht die Neue Alno GmbH für ihren Neustart mehr als Kunden. Despektierlich gesagt, frische Kunden, die noch keinen Kontakt zu Alno alt hatten, die den momentan vorherrschenden Frust über Alno alt nicht auf Alno neu übertragen.

Der Alno-Investor Riverrock wird dazu nochmals tief in die Tasche greifen müssen, eine andere nachhaltige Chance gibt es für Alno nach meiner Auffassung nicht. Denn auch die Einkaufsverbände bleiben noch auf Distanz. Die Zusammenarbeit ist nach den Erfahrungen der Vergangenheit schwer vermittelbar. Und Alno wieder ausschließlich über den Preis zu positionieren, ist der Schritt in die falsche Richtung. Dies weiß Andreas Sandmann mit seiner Erfahrung vor allem auch aus dem preisaggressiven Handel heraus.

Im Ausland und auch im Objektgeschäft sieht die Situation für die Neue Alno weitaus besser aus. Dort sind die Gräben nicht so tief, dort entscheiden neben dem Preis vor allem Lieferleistung und Service. Die Themen hat die Neue Alno – nicht zuletzt auch durch die erfahrene Mannschaft – wieder gut im Griff. Auf Andreas Sandmann und Dr. Bernd Warnick sowie auf die ganze Alno-Mannschaft warten große Herausforderungen. Da ist es gut, dass sich vor allem das Vertriebs-Führungsduo nicht schnell scheu machen lässt.

In Mailand ist die Neue Alno natürlich noch nicht dabei, dort trifft sich die Branche in der kommenden Woche,

ich freu mich auf Sie; Ihre Stefanie Willach

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