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Küchen-News

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

mit dem Überraschungscoup von Schüller hatte so richtig niemand gerechnet. Kaum einer der Branchenwahrsager – mich eingeschlossen – hatte die Familie Schüller als poten­ziellen Impuls/Puris-Übernehmer auf dem Zettel. Umso schöner, dass es geklappt hat. Der Markt hat die Übernahme durch Brimax und den langjährigen Impuls-/Puris-Geschäftsführer Georg Billert goutiert.

Gerade für die momentan durch den Nachfragerückgang so gebeutelte Großfläche ist Impuls wieder ein verlässlicher Partner, der durch künftige Unabhängigkeit von den Steinhoff-­Handelsaktivitäten und vor allem durch die Loslösung von dem Ungemach, das der Steinhoff-Gruppe garantiert noch blüht, wieder weiter wachsen kann. Impuls und Puris sind sicher gut aufgestellte Unternehmen, in die sehr solide investiert wurde. Glückwunsch also nach Herrieden und Brilon.

Ob man den neuen Alno-Chef Thomas Kresser beglückwünschen kann, wird die Hausmesse in Ostwestfalen zeigen. Das Unternehmen, das arg in die Direktvermarkter-Ecke gedrückt wurde, will sich in dem von Michael Rambach neu geschaffenen Cube 30 vis à vis zum Messezentrum area30 dem Küchen- und Möbelfachhandel präsentieren. Ob Michael Spadinger bis dahin bei Alno unterschrieben hat, bleibt in dieser Woche noch offen. In unseren Schwesterzeitschrift Küchenhandel wird zur Hausmesse ein Interview mit Thomas Kresser erscheinen, in dem er die Motivation, aber auch die Pläne, die Riverrock mit der Neue Alno GmbH hat, beschreibt. Kresser bemüht sich redlich, der Gerüchteküche entgegenzutreten. „Alle gieren auf die Neue Alno, das macht es nicht einfacher für uns“, betonte er im Gespräch mit unserer Redak­tion.

Die schleppende Nachfrage im Handel wird jedenfalls dafür sorgen, dass sich die Lieferzeiten im Handel bis zum Jahresende wieder normalisieren werden, davon ist auszugehen. Der phantastische Sommer hat in die Handelskassen ein großes Loch gerissen und da wundert es nicht, wenn Giganten wie beispielsweise Ikea mit neuen Konzepten für den stationären Handel daherkommen. Das Konzept „je dicker, je besser“ greift jedenfalls nicht mehr. Vielmehr ist Spezialisierung gefragt. Der Ikea-Deutschlandchef fasste die Entwicklung der Großfläche auf dem deutschen Markt so zusammen: „Die Zeit der großen Möbelpaläste am Stadtrand ist vorbei“, erklärte er in einem Interview mit der Welt. Gefragt sind kleine flexible Stores und damit einhergehend der Internetverkauf. Für die Küche ist der Internetverkauf noch Zukunftsmusik, aber das kleine flexible Küchenstudio ist schon längst Realität und auch noch in Innenstadtlagen finanzierbar. Der Küchenspezialist gehört zu den Marktgewinnern. Daran besteht momentan kein Zweifel, denkt

Ihre Stefanie Willach

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