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Küchen-News

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

in den letzten beiden Wochen war ich in Ostwestfalen unterwegs, habe sozusagen eine kleine, private Preview in Sachen Hausmessen unternommen. Und ich muss Ihnen sagen, die deutsche Küchenmöbelindustrie ist Spitze, ja, sogar Weltspitze. Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen ist beinahe unvorstellbar, aktuelles Beispiel in dieser Ausgabe ist Ballerina Küchen.

 Da kann man tatsächlich nur den Hut ziehen. Während ringsum von Krise gemunkelt wird, die Maschinenbauer über Entlassungen nachdenken, sich die einst so geliebte deutsche Automobilindustrie im Dieselskandal verstrickt, zeigt die Küchenmöbelindustrie, welches Potenzial in ihr steckt. Ich kann Ihnen versprechen, der Besuch auf den Hausmessen wird sich lohnen, auch in diesem Jahr gibt es viel zu sehen und viel zu erleben.

Diejenigen Küchenhersteller, die derzeit investieren, haben sich tatsächlich viel vorgenommen, wollen ihren Umsatz und Marktanteil deutlich ausweiten. Im Kernland der Einbauküche wird dies nur über Verdrängung gehen, daran besteht kein Zweifel. Hier werden wir auch weiterhin den einen oder anderen Hersteller von der Bildfläche verschwinden sehen. Aber der Blick der meisten Hersteller geht vor allem ins Ausland. Die Exportmärkte bieten für die deutsche Küchenmöbelindustrie noch reichlich Potenzial, da sind sich alle Beteiligten einig. Und dabei geht der Bick gar nicht so sehr nach Asien, Nordamerika oder Russland, vielmehr sind die europäischen Nachbarmärkte als Potenzialmärkte ausgemacht. Märkte, die die Industrie locker von Deutschland aus bedienen kann.

Doch nicht nur der Export ist im Fokus, auch neue Vertriebsschienen tun sich für die Küchenmöbelindustrie auf. So rückt auch auf dem deutschen Markt das Projektgeschäft, d.h. das Geschäft mit Bauträgern, in den Fokus. Themen wie die viel zitierte Mietpreisbremse, die die Bundesregierung einführen möchte, führen dazu, dass viel mehr Bauträger über komplett möblierte Wohneinheiten nachdenken. Aber auch die Verbände schlafen nicht, so stellte MHK jüngst die Zusammenarbeit des Tochterunternehmens REDDY mit dem Häuserbauer Town & Country Houses vor. Sicherlich auch ein sehr interessanter Vermarktungsansatz.

Unruhig darf man aber die jüngsten Bemühungen von Ikea in Richtung Digitalisierung des Einkaufs betrachten, die Schweden wollen sich das Geschäft nicht von Amazon und sonstigen Onlinern wegnehmen lassen und haben gerade das größte Geschäftsfeld seit Einführung von Ikea Children aus der Taufe gehoben. Mehr dazu lesen Sie in einem extraBeitrag.

Gekracht hat es bei Udo Berling und seiner Inovvida GmbH, angeblich haben Unstimmigkeiten im Gesellschafterkreis zur Pleite beigetragen, zur Hausmesse wissen wir hier mehr,

Ihre Stefanie Willach

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