(c) Interieur Verlag

Küchen-News

küchennews - aktuelle Infos der Küchen-, Zubehör- und Hausgerätebranche. News für Insider. mehr…


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wir gehen mit riesen Schritten auf das Weihnachtsfest zu, Zeit, einmal in-nezuhalten und Bilanz zu ziehen. Wieder liegt ein turbulentes Jahr hinter uns, mit vielen politischen und auch gesellschaftlichen Verwerfungen, die uns alle beschäftigen. Mit einer viel höheren Empfänglichkeit für klimapoli-tische Themen, auch wenn die Weltklimakonferenz vor allem bei den jun-gen Menschen wieder einmal für riesige Enttäuschung gesorgt hat, gehen wir alle in das Jahr 2020.

In Sachen Brexit sind wir immerhin einen Schritt weiter, mit der Entscheidung für Boris Johnson haben sich die Bürger Großbritanniens klar für einen Ausstieg aus der Europäischen Union entschieden. Die Auswirkungen werden wir 2020/2021 deutlich zu spüren bekommen.

Der deutsche Markt ist nur stabil geblieben, mehr nicht. Per Oktober hatten wir ein Inlandswachstum der Küchenmöbelindustrie von nur 0,72 Prozent, damit decken wir noch nicht einmal die Inflationsrate. Im Handel sieht die Entwicklung anders aus. Gerade im Küchenfachhandel haben die Jahresendgespräche ein noch recht ordentliches Wachstum für das Jahr 2019 gespiegelt. Verlierer sind in der Küchenmöbelindustrie die Unternehmen, die stark die Großfläche bedienen. Dort wird bisweilen von mangelnder Auslastung zum Jahresende und Kurzarbeit berichtet. Vereinzelt hören wir von starken Bedenken, was die letzten beiden Monate des Jahres angehen.

Dabei stimmen die Parameter in Deutschland noch. 1.427 Euro gaben die deutschen im vergangenen Jahr für die Einrichtung ihrer Wohnung aus – soviel wie in keinem anderen europäischen Land. Insgesamt investierten die Haushalte nach einer Studie des Kölner Handelsinstitutes IFH 59,6 Mrd. Euro. Dabei ist das Weihnachtsgeschäft für den Möbelhandel besonders wichtig. Im November und Dezember werden beinahe 20 Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschaftet. 9,2 Prozent wird der Anteil des Online-Handels in der Möbelbranche in diesem Jahr betragen, schätzt das IFH. 2018 war der Anteil mit acht Prozent noch etwas geringer.

Die Basis in Deutschland sind 42 Millionen Wohnungen, die über 381 Millionen Räume verfügen. Dabei verspricht die angespannte Wohnsituation in Deutschland auf Jahre hinaus Bestandszuwachs. Und am meisten wird mit 33 Prozent des Umsatzes für Küchen ausgegeben, gefolgt von den Bereichen Wohnen und Essen (21 Prozent).

Die Ansprüche der Kunden haben sich geändert. Der starke Wunsch nach Individualisierung, Einzigartigkeit fordert den Handel. „Jeder hat fürs Rezept die gleichen Zutaten. Der Handel muss sich mit immer gleicherer Ware durchsetzen“, erklärte uns ein Verbandsgeschäftsführer, mit dem wir in der vergangenen Woche sprachen. Hintergrund ist natürlich die zunehmende Konzentration in der Küchenmöbelindustrie. Wobei die Industrie natürlich über die starke Konzentration auf Handelsseite klagt. Ein gordischer Knoten, der vor allem nicht über die Preisschiene zerschlagen werden darf. Das ist mein ganz persönlicher Wunsch für 2020.

Ich hoffe Sie haben alle Weihnachtsgeschenke gekauft, können Ihre Lieben mit Apfel, Nüssen und Mandelkern beglücken. Wir gehen jetzt bis zum 6. Januar in die Weihnachtsruhe; sollte sich etwas ereignen, melden wir uns via www.kuechennews.de zu Wort. Ihnen und Ihren Familien wünscht die komplette Mannschaft des Interieur Verlages ein schönes Weihnachtsfest und einen guten, gesunden Start ins Jahr 2020,

Ihre Stefanie Willach

Schreiben Sie mir Ihre Meinung: willach@interieur-verlag.de




Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare hinterlegt.



×