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Küchenmöbelindustrie setzt Produktion teilweise aus

Markus Sander: "Verantwortlich handeln lautet die Devise"

Der 17. März 2020 wird als ganz schwieriger Tag in die Geschichte der Küchenbranche eingehen. Nachdem der Küchen- und Möbelhandel die Tore laut amtlicher Anweisung geschlossen halten muss, haben nun auch einige Küchenmöbelhersteller drastische Maßnahmen beschlossen.

Die Corona-Krise spitzt sich in der deutschen Küchenmöbelindustrie zu. Soeben erfuhren wir von Geschäftsführer Markus Sander, dass Häcker Küchen nach dem Vorbild des Automobilherstellers VW seine Produktion ab Montag für vier Wochen aussetzen will. Weitere Küchenhersteller werden nach unseren Informationen folgen.

Der Stillstand des öffentlichen Lebens bereitet der Küchenmöbelindustrie enorme Probleme. Vor allem nicht angenommen LKW-Lieferungen in den Risikogebieten und die Schließung von Küchen- und Möbelfachhandels-Geschäften stellen die Industrie vor riesige Probleme. So berichten die Unternehmen vermehrt darüber, dass LKW-Lieferungen nur zur Hälfte ausgeliefert werden konnten. LKWs halbvoll wieder zurück in die Werke kommen. Zu der deutlich verschlechterten Absatzlage durch geschlossene Möbelhäuser zeichnen sich Unsicherheiten bei der Teileversorgung ab. Lieferketten drohen durch die Schließung der Grenzen zu brechen. Infektionen hat uns unter den Mitarbeitern nach unseren Informationen bislang nur vereinzelt gegeben. Sander betonte aber, dass es jetzt vorrangig darum gehe, die Mitarbeiter zu schützen.

Nobilia und Bauformat haben derzeit beschlossen weiterzuarbeiten. Bei Nolte Küchen und Schüller Küchen stehen die Entscheidungen noch aus.

Die meisten Außendienstmitarbeiter und Verkaufsleiter in der Industrie sind seit Ende der letzten Woche im Home-Office. Produktion und Verwaltung in allen Werken sind für Besucher und externe Dienstleister gesperrt. Die Produktionen und Auslieferungen (ausgenommen sind hier die offiziellen Risikogebiete) laufen bei den meisten Herstellern noch wie gewohnt weiter.

Gestern noch hatte VDM-Geschäftsführer Jan Kurth an den Handel appelliert, Konventionalstrafen aufgrund zu erwartender Lieferprobleme auszusetzen. Jetzt fordert der Handel, siehe Beitrag EK Servicegroup, Verständnis für die Nichtabnahme der Industrielieferungen. Eins steht jedoch momentan fest, alle Beteiligten „fahren derzeit auf Sicht“, den die Lage ändert sich stündlich, wie wir alle am eigenen Leib erfahren. Zum Abschluss noch ein Wort von Markus Sander: „Ich bin überzeugt, dass wir die Krise so schnell gemeinsam überstehen.“




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