(c) Interieur Verlag

Küchen-News

küchennews - aktuelle Infos der Küchen-, Zubehör- und Hausgerätebranche. News für Insider. mehr…


Corona: Zur Lage in der Hausgeräteindustrie

(Bild: DOERS/shutterstock)

Die BSH setzt ihre Produktion an den europäischen Standorten, in der Türkei und in Nordamerika vorübergehend aus. Bei Miele läuft der Betrieb in den deutschen Werken bislang noch störungsfrei. Der Hausgerätehersteller hat allerdings schon seine Produktion in Tschechien und bei der italienischen Medizintechnik-Tochter Steelco gestoppt. Electrolux passt die Produktion in allen Regionen kontinuierlich an das erwartete Verkaufsvolumen an und wird betroffene Fabriken bei Bedarf oder auf Anordnung vorübergehend schließen, dies ist seit heute in Italien der Fall und gilt natürlich auch für die italienischen Whirlpool-Werke oder den Haubenspezialist Elica, sowie alle weiteren Unternehmen in Fabriano.

Bei der BSH sind die Auswirkungen des Coronavirus spürbar, so verspürt das Unternehmen eine deutlich rückläufige Nachfrage, von der nahezu alle Produktkategorien und Absatzmärkte betroffen seien. „Vor diesem Hintergrund hat die Geschäftsführung beschlossen, die Produktion für einen Zeitraum von voraussichtlich drei Wochen zu unterbrechen. „Die Lieferfähigkeit wird weiter sichergestellt,“ heißt es in einer Unternehmensmitteilung der BSH.

Dieses Credo bekommen wir von nahezu allen Unternehmen aus der Hausgeräteindustrie. Die scheinbar ihre Läger noch sehr gut gefüllt haben. Bei der BSH beginnen die Produktionsunterbrechungen am 28. März 2020. In Nordamerika tritt der Stopp heute in Kraft. In den Fabriken in der Türkei ist die Produktionsunterbrechung voraussichtlich ab dem 4. April geplant. Weiter weist das Münchener Unternehmen darauf hin , dass diese Maßnahme auch Auswirkungen auf Mitarbeiter in der Verwaltung an den betroffenen Standorten haben kann.   

Alle Unternehmen arbeiten auch an Lösungen, die für möglichst viele Beschäftigte das Home-Office ermöglichen. So baut Miele beispielsweise mit „Nachdruck die Kapazitäten für die mobilen Netzzugänge au.“ Weiter ist geplant, um die Arbeit in der Verwaltung aufrecht zu erhalten, Arbeitsgruppen zu bilden, die die Ansteckung ganzer Abteilungen verhindern sollen, wenn eine Gruppe im Home-Office und eine Gruppe im Unternehmen arbeitet. Weiter sind die Mitarbeiter angehalten, ihre Arbeitszeitkonten abzubauen.

In einer Unternehmensinformation der BSH heißt es weiter: „Die BSH wird weiter geeignete Maßnahmen festlegen, um einen erhöhten Schutz aller Beschäftigten vor Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus zu ermöglichen. Zudem informiert die BSH Kunden, Lieferanten und Partner über das geplante Vorgehen.“

 

Der Electrolux Konzern erwartet „angesichts des Ernstes der Situation, einschließlich großer Auftragsrevisionen von Einzelhändlern in den letzten Tagen, ab dem ersten Quartal wesentliche finanzielle Auswirkungen im Jahr 2020. „Zusätzlich zu den Freistellungen für Mitarbeiter, die von der reduzierten Aktivität betroffen sind, umfassen diese Maßnahmen eine deutliche Reduzierung von diskretionären Maßnahmen und eine Neugewichtung der Investitionsausgaben. Weiter zieht Electrolux seinen Dividendenvorschlag für 2019 für die Jahreshauptversammlung zurück.




Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare hinterlegt.



×