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Küchen-News

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Verbände fordern kurzfristiges Ende des Lockdowns

Joachim Bringewald, Geschäftsführer Alliance und Küchenring: „Wir brauchen ein kurzfristiges Ende der Lockdown-Beschränkungen bis zum 20. April.“

Die Einkaufskooperationen des Möbel- und Küchenfachhandels haben sich in einem offenen Brief an Wirtschaftsminister Peter Altmaier gewandt, um auf die, durch die Corona-Verfügungen, entstandene prekäre Situation im Möbel- und Einrichtungsfachhandel hinzuweisen. In den uns vorliegenden Schreiben von Alliance und Der Küchenring, haben die Geschäftsführer von den politischen Entscheidungsträgern schnelle und unbürokratische Entscheidungen gefordert und eine Exitstrategie für den Küchen- und Möbelfachhandel vorgeschlagen.

In dem Brief von Alliance und Küchenring heißt es, dazu: „Die durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen, die auch den stationären Möbel- und Küchenhandel treffen, führen zunehmend zu Besorgnis erregenden Zuständen. Die Liquiditätssituation vieler Unternehmen ist angespannt und wird sich in den nächsten Tagen weiter verschärfen. In der Folge der Schließung haben viele Möbel- und Küchenproduzenten ihre Fertigungen eingestellt, da die zu produzierenden Waren nicht mehr über den Handel zum Verbraucher gelangen können. Es ist eine sehr gravierende Störung des Warenflusses entstanden, die schwerwiegende Auswirkungen auf die wirtschaftliche Existenz von vielen Betrieben und damit Arbeitsplätzen haben wird.

Darüber hinaus werden durch die Beschränkungen, die wiederum je Bundesland unterschiedlich ausfallen, Wettbewerbsvor- und –Nachteile gleichermaßen geschaffen. Einzelne Handelsformate wie der Lebensmitteleinzelhandel und Bau- und Gartenmärkte öffnen und verkaufen Produkte, die im direkten Wettbewerb zu den Produkten des Möbel- und Küchenhandels stehen.

Wir fordern von den politischen Entscheidungsträgern:

1. Die zugesagten Hilfen müssen schnell und unbürokratisch ankommen.

Die zugesagten Kreditprogramme erreichen den Handel aktuell noch nicht.

2. Wir brauchen eine klare Planung und die kurzfristige Umsetzung einer Exit-Strategie. Die Geschäfte des Möbel-, Einrichtungs- und Küchenhandels befriedigen wichtige Kundenbedürfnisse. Die überwiegend mittelständischen Betriebe sorgen für einen Jahresumsatz von mehr als 30 Milliarden Euro und sichern mehr als 300.000 Arbeitsplätze. Jeder Bundesbürger ist von den aktuellen Verhaltensregeln betroffen und Öffentlichkeit und Presse berichten übereinstimmend, dass die Auflagen und Empfehlungen von den Bundesbürgern weitgehend beachtet werden. Der Möbel- und Küchenhandel braucht ein kurzfristiges Ende der Lockdown-Beschränkungen zum 20. April 2020 und ist bereit, für folgende Voraussetzungen zu sorgen:

• Regulierung des Besucherstroms auf max. 1 Kunde/50qm

• Schließung der Restaurants und Kinderhorte im Möbelhandel bis auf Weiteres

• Umfangreiche Maßnahmen zur zusätzlichen Steigerung unserer bereits hohen Hygienestandards

• Warteschlangen-Reglementierung und Schutz der Kassenmitarbeiter/innen

 

Besonders der Küchenverkauf in den Bau- und Heimwerkermärken Bauhaus, OBI, etc. die über Shop-in-Shop-Systeme verfügen, bringt die Einzelhändler auf die Palme. Eine am Ostermontag vom Wissenschaftsforschungsinstitut Leopoldina vorgestelltes Gutachten deutet an, dass es schon bald zu Lockerungen der Beschränkungen im Einzelhandel kommen könnte.




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