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Shutdown in Gütersloh Update - Offizielle Stellungnahme von Miele und Nobilia

Ministerpräsident Armin Laschet am vergangen Sonntag in Gütersloh (Foto: Land NRW / Mark Hermenau)

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies schränken die Behörden das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh nun doch massiv ein. Erstmals in Deutschland werde ein Kreis wegen des Corona-Infektionsgeschehens wieder auf die Schutzmaßnahmen zurückgeführt, die noch vor einigen Wochen gegolten hätten, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag in Düsseldorf.

Im Kreis Gütersloh handele es sich um das bisher "größte Infektionsgeschehen" in NRW und in Deutschland.

Was das für den Landkreis Gütersloh bedeutet

  • Kontaktbeschränkungen werden wieder eingeführt.
  • Sport in geschlossenen Räumen ist verboten.
  • Kulturveranstaltungen sind verboten.
  • Fitnessstudios müssen wieder schließen.
  • Kinos und Bars müssen wieder schließen.
  • Kitas und Schulen bleiben geschlossen.

Hundertschaften sollen Quarantäne von Tönnies-Mitarbeitern kontrollieren

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat zudem drei Einsatzhundertschaften der Polizei in den Kreis Gütersloh geschickt. Die Polizisten sollen die Quarantäne der mehr als 6.000 Mitarbeiter von Tönnies kontrollieren, so Laschet.

Die Polizei werde die mobilen Testteams begleiten. Zur Not müssten die Behörden auch mit Zwang die Anordnungen durchsetzen. Es werde auch zusätzliche humanitäre Maßnahmen zur Unterstützung der Betroffenen geben.

 

Die beiden Branchen Unternehmen Nobilia und Miele betonten in ersten Stellungnahmen, dass sie derzeit nicht betroffen seien. Beide Unternehmen haben aber schon im Vorfeld Maßnahmen getroffen, dazu ein Statement von Miele: „Weil der Schutz der Beschäftigten und Gäste für Miele höchste Priorität hat, wurden sehr frühzeitig umfassende Schutz- und Hygienemaßnahmen beschlossen, konsequent umgesetzt und situativ angepasst. Die Palette dieser Maßnahmen reicht von der Versorgung mit Desinfektionsmitteln und Masken über die Sicherstellung der Mindestabstände – bis hin zu betrieblichen Freistellungen bei Verdachtsmomenten, die deutlich über die behördlichen Quarantäneregelungen hinausgehen. So konnte verhindert werden, dass sich Corona im Unternehmen ausbreitet. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Monate ist Miele auch mit Blick auf die Infektionswelle, die von der Belegschaft des Fleischverarbeiters Tönnies in der Gütersloher Nachbarstadt Rheda-Wiedenbrück ausgeht, sehr gut aufgestellt. Zusätzlich wurden die bestehenden Präventionsmaßnahmen unverzüglich der veränderten regionalen Situation angepasst. So wurden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit Tönnies-Beschäftigten in einem Haushalt leben oder auf sonstige Weise in näherem Kontakt gestanden haben, gebeten, darüber ihre Vorgesetzten zu informieren. Diese haben dann mit Unterstützung des betriebsärztlichen Dienstes zu entscheiden, wer bis auf Weiteres zu Hause bleiben muss. Alle Angehörigen von Fremdfirmen, die auf dem Miele-Gelände tätig sind, werden jeden Tag aufs Neue schon am Werkstor namentlich erfasst, inkl. Fremdfirmen-Ausweis-Nummer, Zu- und Abgangszeiten, Arbeitsbereich und Koordinator bei Miele. Im Ergebnis gibt es weiterhin keine Anzeichen für eine Corona-Ausbreitung bei Miele, und es sind auch keine Einschränkungen der Produktion zu erwarten. Davon abgesehen, beginnen am Standort Gütersloh in wenigen Tagen die turnusmäßigen Werksferien (29. Juni bis 17. Juli), mit kompletten runterfahren der Produktion und einer hohen Urlaubsquote auch in Verwaltung und Vertrieb. Auch dies trägt maßgeblich dazu bei, einer Ausbreitung des Virus wirksam vorzubeugen.  So aufgestellt, folgt für Miele aus dem heute verkündeten „Lockdown“ im Kreis Gütersloh kein akuter zusätzlicher Handlungsbedarf. Miele verfolgt die Nachrichtenlage aber sehr genau und steht auch in engem Austausch mit dem Krisenstab des Kreises Gütersloh.“

Eine ähnliche Stellungnahme erreichte uns soeben auch von Nobilia: „Angesichts der aktuellen Ereignisse und wegen der derzeit im Kreis Gütersloh erhöhten Sieben-Tage-Inzidenz hat nobilia die bereits umfassenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen der letzten Monate für die eigenen Mitarbeiter nochmals verstärkt. Bereits seit letzter Woche Donnerstag – direkt nach Bekanntwerden der Situation – wurden vorsorglich die nobilia Beschäftigten nicht zur Arbeit zugelassen, die in der Nähe der bekannten Mitarbeiterunterkünfte des fleischverarbeitenden Unternehmens wohnen. Parallel dazu sind die nobilia Mitarbeiter getestet worden, die Kontakt zu infizierten Mitarbeitern des betroffenen Unternehmens hatten. Diese Testergebnisse waren negativ.

Bereits seit letzter Woche testen wir externe Mitarbeiter, wie zum Beispiel Monteure für den Aufbau unserer Hausmesse, die in den letzten Tagen ihre Tätigkeit bei uns auf dem Gelände aufgenommen haben. Auch diese Testergebnisse waren allesamt negativ. Zusätzlich zum geltenden Abstandsgebot und den hohen Hygienevorschriften hat nobilia die Maskenpflicht erweitert. Sie gilt nun bereits bei Betreten des Betriebsgeländes und auf sämtlichen Gemeinschaftsflächen. Zudem sorgen nobilia Gesundheitsscouts für das Einhalten der Verhaltensvorgaben und informieren Kollegen bei Fragen. Wie schon in den vergangenen Wochen haben auch in der aktuellen Situation der Schutz und die Gesundheit der nobilia Mitarbeiter höchste Priorität. Das Unternehmen ist sich seiner Verantwortung für sein Personal bewusst und nimmt sie mit einer Vielzahl von Maßnahmen wahr. Alle Mitarbeiter sind sich auch ihrer eigenen Verantwortung bewusst und tragen die Maßnahmen sehr konsequent mit. Die gesamte Belegschaft ist außerordentlich motiviert. Sie arbeitet mit Hochdruck und viel Engagement daran, trotz der umfangreichen Einschränkungen die Kunden weiterhin bestmöglich zu beliefern. Das ist unabhängig davon, ob dieses aus den Produktionshallen, Büros oder von den vielen Homeoffice-Arbeitsplätzen aus geschieht.“ 

 




Kommentare

  1. G2 360 Grad Trade GmbH

    geht die Produktion bei Nobilia & Miele dann normal weiter?


  2. Stefanie Willach

    Bislang sind noch keine Auswirkungen bekannt.


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