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Küchen-News

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Liebe Leser:innen

Sprachlos schauen wir alle auf die Bilder aus den Hochwasser- und Flutgebieten. Niemand mag sich nur im Ansatz vorstellen, wie es den Menschen ergeht, die ihr komplettes Hab und Gut verloren haben. Die Situation in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ist fürchterlich. Da ist es umso schöner, dass sich Branchenunternehmen von Ort engagieren.

So hat Möbel Brucker in Kall/Eifel unweit der schlimmsten Hochwassergebiete in dem Abverkauf-Lager des Unternehmens ein Spendenlager errichtet. Das Lager hat sich innerhalb weniger Stunden mit Non-Food-Hilfsgütern aus ganz Deutschland gefüllt, Familien konnten sich dort mit Kleidung, Schuhen, Hygieneartikel und sonstigem eindecken. Melanie Frey, die die Aktion im Möbelhaus koordiniert, freut sich über die vielen Spenden: „Die Hilfsbereitschaft ist gigantisch.“ Gleichzeitig bot das Unternehmen auch an, gerettetes Mobiliar einzulagern. Allerdings waren die Lagerkapazitäten am Mittag des 21. Juli dann erschöpft. Tolle Aktion, Hut ab.

Riesigen Respekt habe ich auch vor der Familie Schreckenberg, deren Küchenhaus in Leverkusen-Opladen Opfer des Hochwasser wurde. Schreckliche, schockierende Bilder waren auf Facebook zu sehen, auch hier war die Hilfsbereitschaft groß, Freunde und Bekannte haben in Opladen fleißig geholfen, um das vollgelaufene Erdgeschoss zu reinigen. Geschäftsführer Jan Schreckenberg zeigte sich überwältigt von der Hilfe: „Viel Arbeit lieg bereits hinter uns, viele, viele Helfer haben uns und Opladen geholfen. Gerne würden wir euch etwas zurückgeben. Zusammen mit der Hubertus Apotheke Beenen und dem GBO steht Freitag bis Sonntag der Bora-Truck auf unserem Parkplatz. Kommt vorbei und trinkt, esst und ruht euch aus! Unser Koch Henk van den Born bekocht euch ganz frisch.“ Tolle Aktion auch hier, Hut ab.

Aber das Hochwasser hat noch ganz andere Folgen. So erklärte die Thyssen-Kupp Stahlsparte am 20. Juli den sogenannten „Force Majeure“. Die Überflutungen würden die Lieferketten des Industriekonzerns beeinträchtigen, deshalb macht das Unternehmen gegenüber den Kunden – beispielsweise in der Beschlägeindustrie – höhere Gewalt geltend. Die Folgen sind noch nicht abzusehen, da niemand weiß, wie lange die Beeinträchtigungen andauern. Der zum Konzern gehörende Kaltbandhersteller Bilstein, der im durch das Hochwasser verwüsteten Hagen sitzt, erhält beispielsweise den Löwenanteil der Vormaterialien für seine Produktion über die Schiene, doch die Gleise sind unterspült, so dass in den kommenden Wochen mit massiven Problemen in der Produktion gerechnet wird. Die Versorgung könne nur bedingt mit Lastwagen aufgefangen werden.

Solidarisch mit den Opfern erklärt sich das ostwestfälische Familienunternehmen Miele, das 100.000 Euro an die Organisation „Deutschland hilft“ gespendet hat und eine Sammelaktion der Beschäftigen aufstocken will. Weiter werden Waschmaschinen und Trockner für Notunterkünfte bereitgestellt und Preisnachlässe bei Reparatur und Neukauf gewährt. Ebenfalls eine klasse Aktion aus Gütersloh, die Nachahmung fordert.

Wer für die Flutopfer spenden möchte, der wird auf dieser Seite: https://www.aktion-deutschland-hilft.de/ fündig, wir berichten gerne darüber. Helfen Sie den Menschen in den schlimm betroffenen Regionen, das wünscht sich,

Ihre Stefanie Willach

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