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Küchen-News

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Liebe Leser:innen,

seit Dienstag tummelt sich die Möbelwelt wieder in Mailand. Nach den Jahren der Pandemie die erste große, internationale Messe, die in Europa an den Start geht. Niemand rechnet mit Besucherströmen aus Asien oder USA und trotzdem soll Mailand in diesen Zeiten, die immer noch von Corona und dem Krieg in der Ukraine geprägt sind, ein starkes Zeichen setzen. Was wir aus Mailand hören, ist ein positives Signal, Besucherströme sind auf dem Messe-gelände, wobei die Messe aus Sicht einiger Aussteller eher ein nationales denn ein internationales Event ist.

Und wie sollte es anders sein, die italienischen Gewerkschaften sorgen wieder für Trouble. Der Salone del Mobile, die Eurocucina und die Hausgerätemesse FTK wurden am Mittwoch durch die landesweiten Streiks im Flugverkehr ordentlich gestört. An den Mailänder Flughäfen Malpensa und Linate hatten die Angestellten der Flugsicherungsgesellschaft ENAV ihre Arbeit für 24 Stunden niederlegt. So wurden alle Flüge von Düsseldorf aus nach Mailand am 8. Juni annulliert. Damit blieb der eine oder andere Messebesucher aus Ostwestfalen zuhause.

Die Ausstellerschar aus Deutschland präsentierte sich auf der Eurocucina und FTK deutlich gelichtet: die AEG, BSH (Bosch, Siemens, Neff und Gaggenau) ausschließlich in der Stadt, Bora und Schock waren auf der Hausgerätemesse FTK vertreten. Liebherr und Miele verzichteten auf die Beteiligung an der Messe. Häcker, Nobilia, Nolte und Schüller/next125 waren auf der Eurocucina. Damit fehlten aus Deutschland Aussteller wie Leicht Küchen, die Baumann-Group und Rational. Die Präsentation von SieMatic gab es in der Mailänder City zu sehen.

Absehen von dem ungewöhnlichen Termin, der aus der coronabedingten Verschiebung resultiert, zeigt sich aber auch in Mailand, dass die großen internationalen Messen in Zukunft auf dem Prüfstand stehen. Einerseits möchte die Industrie viel stärker und näher an den Endkunden, andererseits hat die enorme Konzentration im Handel natürlich ihre Auswirkungen.

Eine Entwicklung, auf die auch die Kölner Messegesellschaft jetzt reagiert. Sie hat nicht nur das Konzept der imm cologne überarbeitet, sondern die Hallenbelegung komplett umgeplant. In einem ersten Schritt wird sich die klassische Pure-Themenwelt Pure Atmospheres aus der Halle 11 verabschieden und die neue Halle 1 sowie die benachbarten Areale (4.2 und 5.2) beziehen, welche dann als Brücke zum Boulevard fungieren. Pure Editions bleibt am angestammten Platz (Hallen 2.2 und 3.2). In die großzügige, 3-geschossige Halle 11 zieht die Themenwelt Home Scenes ein, die damit ganz in den Süden rückt und zusammen mit Halle 10.2 und den von Home Sleep (Halle 9 und 10.1) und Home Settings belegten Hallen (Halle 10.1 und Hallen 6, 4.1, 5.1) überwiegend das östliche Messeareal bespielt. Im Norden schließen sich im LivingKitchen-Jahr 2023 die Themenwelten rund um Küche, Kochen und Genießen an (Hallen 7 und 8). Wie dieser Umzug von den Ausstellern aufgenommen wird, bleibt abzuwarten.

Es bleibt spannend,

Ihre Stefanie Willach

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