10 Toptrends von der Küchenmeile
Die Küche als emotionaler Ankerplatz, während draußen ein immer härterer Wind weht. Diese Rolle hat schon früher gut funktioniert und soll nun erst recht ihre Wirkung zeigen. Dabei findet die Küchenbranche entsprechend der Nachfragesituation sowohl Antworten fürs Trading-up als auch fürs Trading-down. In den Sortimenten wird dies je nach Herstellerausrichtung umgesetzt: als „junge Front“ mit reduzierter Programmauswahl für preissensible Kunden oder im Hochwertsegment mit aufwendigen Extras, Lackstrukturen und 3D-Oberflächen. Im Detail hat küchennews die folgenden Trends ausgemacht.
1. Während in den letzten Jahren schwarze und graue Fronten und dunkles Nussbaum die Optik dominierten, sind es nun durchweg helle Töne. Dazu kommt, dass Kontraste bei Holz-Lack-Kombinationen immer mehr vermieden werden. Vielmehr ist jetzt monochrom angesagt, sprich: Harmonie Ton-in-Ton, gerade auch von Front und Griff möglichst bis auf die Nuance stimmig.
2. Beharrlich halten sich Erdtöne, erweitert durch helle Beige-Nuancen und abgedunkeltes Weiß (Magnolie), während Schwarz nur noch als exklusives Küchendesign oder bei Geräten (matt wie beim Kochfeld) zu sehen war. Neue Farbimpulse fordern neben dem konsumigen Hellgrün der neue Curry-Ton „taste south!“ aus dem Colornetwork, pastelliges Rosé (mit Grauanteil) und andere Farbspiele zum Geschmackstest auf.
3. Helle Hölzer finden durchgängig beim aktuellen Japandi-Stil Verwendung, wobei meist aus Wangen und Griffstangen aus Echtholz ein Rahmen gestaltet wird. Der schlichte Japanlook ist der skandinavischen Leichtigkeit durchaus ähnlich. Glamouröser wird es dagegen beim Boho-Chic.
4. Bei Arbeitsplatte und Nische heißt das Buzzword „Taj Mahal“, vom Naturstein bis zum Dekor, weil es das harmonische Pendant zur Beige-Front darstellt.
5. Für edle Akzente sorgen Dekorgläser in Vitrinen, Beleuchtung, dekorative Metallgriffe in Bronze oder Kupfer, Glitzer-Effekte im Lack und in der Arbeitsplatte. Softlack oder Acrylglas wirken mit ihrem eleganten Schimmer besonders elegant. Oberschranktüren mit Ausschnitten bieten Schaufenster in neuem Rahmen.
6. Runde organische Formen, ob als Abschlusselement für Insel, Schränke oder als Tischkonstruktion sind weitere Bestandteile im Harmonie-Konzept und inzwischen bei sehr vielen Herstellern zu finden.
7. 75 cm ist das „neue Raster“ in der Breite, dazu erreichen durchgängige Türen Deckenhöhe und erschließen damit noch mehr Stauraumpotenzial.
8. Zweiflügelige Frühstücks-, Modul- bzw. Büfettschränke sind ebenfalls eine attraktive Form, viel Stauraum zu schaffen – nicht nur im englischen Country-Style.
9. Mehr Schrank, mehr Tisch, mehr Bad, höhere Kommissionswerte… Ganzheitliches Einrichten wird immer mehr zum Umsatzpusher. Wie schon Badschränke wird der Kleiderschrank im Maß passend und samt Innenleben als Terrain erobert.
10. Geräte wie Dampfschublade und der versteckte Saug-Wischroboter im Spülenschrank sind Features, die ab 2026 neben intelligenten Kochassistenten neue Technik hinter der Front bieten (s. IFA-News).
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