Fagor steht vor der Übernahme
Die Fagor-Gruppe, mit einem Umsatz von zuletzt 1,2 Milliarden Euro, und damit fünftgrößter Elektrogroßgerätehersteller in Europa, war bekanntermaßen nach heftigen Turbulenzen, nicht zuletzt aufgrund gewaltiger Management-Fehlentscheidungen, im November letzten Jahres in die Pleite gerutscht. Mit einiger Zeitverzögerung mußte jüngst auch die deutsche Dependance das Aus verkünden. Dabei sind auch die französischen Marken Brandt und DeDietrich, die in Frankreich eine bedeutende Marktstellung haben betroffen.
Aktuell steht nun die Übernahme durch den algerischen Mischkonzern Cevital an. Die Gruppe ist ein „profitabler Bauchladen“. Cevital betreibt sein Hauptgeschäft in der Lebensmittelverarbeitung, hat passend dazu die Maschinenbauer der entsprechenden Apparaturen im Portfolio (Stahl und Glas), ist gleichzeitig aber auch „in Montage und Vertrieb von elektronischen Haushaltsgeräten der Marke Samsung in Algerien“ involviert. Darüberhinaus gibt es eine Automobilsparte mit Hyundai und Volvo. Cevital bezeichnet sich selbst gern als „Juwel der algerischen Wirtschaft“. Die Beschäftigtenzahl liegt bei 10.200 Mitarbeitern. Da passt die Fagor/Brandt-Gruppe hervorragend ins Portfolio.