Mittleren Alters Frau mit kurzem braunem Haar, heller Brille und gemustertem Schal schaut nachdenklich zur Seite in einer Innenraumszene

Liebe Leser

Allerdings hörten wir nicht nur positive Stimmen, da war von einem rückläufigen Auftragseingang, einer Delle im 1. Quartal von Seiten der Industrie zu hören, die durchaus nachdenklich macht. Fallen uns die weltweiten Krisen nun doch auf die Füße? Brexit, Trump, IS, Russland – die Zukunftsangst schien sich bei dem einen oder anderen breit zu machen.

Und dann kommt der VdDK mit der internen Statistik des Verbandes der Deutschen Küchenmöbelindustrie daher. Derzufolge ist der Auftragseingang der deutschen Küchenmöbelindustrie stückmäßig um 6,7 Prozent gestiegen. Im Inland lag das Plus bei 2,7 Prozent und im Ausland bei 14,30 Prozent. Die Auftragswerte stiegen gesamt um 8 Prozent im 1. Quartal, davon um 5,1 Prozent im Inland und 12,5 Prozent im Ausland. In Konsequenz bedeutet dies, die Küchenbranche hat im 1. Quartal 2017 mehr Küchen zu deutlich besseren Preisen verkauft.

Der HEMIX – Home Electronics Markt Index –, neuaufgelegt für das 1. Quartal 2017, zeigt eine ganz ähnliche Entwicklung: Hier verzeichneten die Elektrohausgerätesegmente, die erstmals in dieser Erhebung aufgenommen wurden, bei den Großgeräten ein Plus von 2,1 Prozent und bei den Kleingeräten ein Plus von 4,4 Prozent. Die Küchenbranche bleibt weiter auf der Sonnenseite.

 Über steigende Nachfrage konnten sich auch die Veranstalter der Interzum freuen. Das Branchenevent in Köln zog deutlich mehr ausländische Besucher an, die zum Teil direkt zur Maschinenmesse Ligna nach Hannover weiterreisten. Auf den Ständen der Zulieferer der Küchenmöbelindustrie herrschte so durchweg positive Stimmung.

Auffällig auch der starke Besuch aus Asien. Die asiatische Küchenmöbelbranche rüstet qualitativ, sowohl was die Zulieferprodukte als auch was die Maschinen angeht, auf. So meldete Homag kurz vor der Interzum und Ligna einen Großauftrag des chinesischen Küchenmöbelherstellers Oppein, der den Maschinenbauer nach Einschätzung von Branchenkennern bis zu eineinhalb Jahre auslasten könnte. Hoffen wir mal, dass Nobilia und Häcker und all die anderen Expansionswilligen deutschen Unternehmen ihre Maschinen schon bestellt haben. In eine ähnliche Kerbe schlägt die Zusammenarbeit von Electrolux und Midea. Die Chinesen vermarkten künftig exklusiv die Marke AEG in Asien. Qualität made in Germany ist eben gefragt. Lassen Sie sich nur nicht abhängen,

meint Ihre Stefanie Willach

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