Nachdenkliche mittelalte Frau mit Kurzhaarfrisur und Brille, die in einer Innenraumumgebung sitzt und einen gemusterten Schal über einer dunklen Bluse trägt.

Liebe Leser

Auf allen Verbandstagungen standen die Themen „Online-Vermarktung“ und Transfer der Kunden aus dem Internet ins Küchenstudio ganz oben auf der Tagesordnung. Der Kreis will zum Kongress 2017 dann den „großen Wurf“ bringen, eine Dienstleistung, „die jeder Küchenspezialist online und offline gleichermaßen nutzen kann und die regional und überregional wirken wird“. Man darf gespannt sein. Beim Küchenring legte Geschäftsführer Manfred Töpert vor: „Die Erfolgsparameter der Welt haben sich geändert. Der Internetauftritt ist wichtig, um Frequenz ins Studio zu bekommen.“ Neben den Gedanken zu Handel 4.0 und Multichannel stehen Eigenmarken ganz oben auf der To-do-Liste der Verbände. Mit ihnen werden mittlerweile beachtliche Umsätze generiert. Und die Entwicklung geht munter weiter.

Trotz all dieser positiven Nachrich-ten erschütterte Ende April die Pleite des Berliner Handelsdickschiffs Innova die Branche bis ins Mark. Der Hintergrund ist schnell erzählt. Weder die Küchenmöbelhersteller noch die Hausgerätehersteller und Zubehörlieferanten hatten von der Pleite geahnt. Innova-Inhaber Henry Neumann – die Innova-Zentrale sitzt übrigens in der früheren Immobilie der insolventen Klosterfelder Küchen – hatte bis zum Tag des Antrags auf Eröffnung des vorläufigen Insolvenz-verfahrens in Eigenregie immer pünktlich bezahlt. Umso verärgerter waren die Lieferanten, dass Neumann nicht mit offenen Karten gespielt hat, sondern sie vielmehr erst durch den Ausschluss von Innova aus der Zentralregulierung erfuhren, dass das Handelsdickschiff in Schieflage geraten ist. Deshalb war das Urteil der Lieferanten schnell gefällt: „Der hat sich verzockt“ hieß es in zahlreichen Gesprächen, die ich mit der Industrie geführt habe.

Das Vertrauen in die Fortführungspläne von Innova ist jedenfalls bei der Industrie auf dem Nullpunkt,

weiß Ihre Stefanie Willach

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P.S. In der letzten Ausgabe der küchennews berichteten wir an dieser Stelle, dass es Verkaufsgerüchte um die Edelmarke Poggenpohl gebe, heute (11.5.) gab Nobia bekannt, dass man nach einem strategischen Partner für die Luxusmarke suche.