Liebe Leser
Während Berlet vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden in die Hände von Euronics übergehen wird, ließ sich für Henry Neumanns Gemischtwarenladen Innova keine Lösung mehr finden. Überschuldet und chaotisch endet das einst so erfolgreiche Vermarktungskonzept von Innova, das auch über die Grenzen von Berlin hinaus bekannt wurde. Besonders tragisch dabei: Innova residierte in der gleichen Immobilie wie Klosterfelder Küchen, die ebenfalls nach einem Ausflug ins Handelsgeschäft Anfang 2000 vom Markt verschwand.
Der Küchen- und Möbelfachhandel ist ebenfalls von der preisaggressiven Vermarktung im Internet betroffen, kann sich aber durch die serviceintensive Vermarktung von Küchen von dem Druck befreien. Von einem gewaltigen Druck befreit ist zunächst auch die Alno AG, die mit einem neuen Investor hoffnungsvoll in die Zukunft schaut. Wie lange die frisch erhaltene Liquidität diesmal hält, bleibt abzuwarten. Branchenkenner gehen jedenfalls davon aus, dass es bei Alno mal wieder Spitz auf Knopf stand. Und ganz ehrlich, Tahoe Investors muss auch erstmals beweisen, dass ihr Engagement zielführend ist. Den Aktienkurs hat das neue Engagement keinesfalls beflügelt. Aber vielleicht findet Alno jetzt ja durch die Lockerung der Bindung an Whirlpool/Bauknecht einen zusätzlichen Partner für die Gerätevermarktung. Branchenkenner berichten jedenfalls über einen engen Kontakt nach Asien und nach Japan im Besonderen.
Mal schauen was die Zukunft für Überraschungen bringt,
Ihre Stefanie Willach
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