Älterer Mann in gestreiftem Anzug schneidet an einem festlich gedeckten Glastisch eine Torte an, umgeben von Kerzen, Porzellankanne und Osterdekoration.
Carlhanns Damm ist verstorben (Agenturbild Damm & Bierbaum)

Trauer um Carlhanns Damm

Parallel zu seiner beruflichen Tätigkeit engagierte sich Carlhanns Damm auch beim damaligen Bund Deutscher Werbeberater BDW, dessen Präsident er war. Der BDW benannte sich später in kommunikationsverband.de um und ist inzwischen mit dem Deutschen Marketing Club verschmolzen worden. Für seine Leistungen ist Carlhanns Damm unter anderem 1990 mit dem Deutschen Marketing-Preis (für AEG) sowie 1993 als Öko-Manager des Jahres (vom WWF und der Zeitschrift CAPITAL) ausgezeichnet worden. Darüber hinaus wurde ihm 1978 auch die Dr. Kurt Neven DuMont Medaille verliehen.

Carlhanns Damm war ein in der Hausgerätebranche hoch geschätzter Manager, der um die Zukunft von AEG kämpfte. 1996 entschloss er sich zu einem persönlichen Brief an über 8000 inländische Händler, in dem der Chef der ehemaligen AEG Hausgeräte AG versicherte, dass mit AEG auch in Zukunft zu rechnen sei. Irritiert durch die Ankündigung des damaligen Daimler-Chef Jürgen Schremp, seine chronisch defizitäre Konzerntochter AEG zu liquidieren, hatten die Käufer unberechtigter Weise einen großen Bogen um AEG gemacht. Allerdings völlig zu unrecht. Denn die AEG Hausgeräte GmbH war schon im Oktober 1995 an Electrolux verkauft worden. Gleichzeitig zur Händler-Info schaltete der begnadete Werber Radiospots in denen die Endkunden erfuhren. „dass die AEG nun zum größten Hausgeräte-Hersteller der Welt gehört. Die Kampagne konzipierte damals natürlich seine Werbeagentur.