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Lieber Leser

Schmunzeln musste ich schon, als ich die Frage las: Was haben Alno und der Erotikhändler Beate Uhse gemeinsam? Beide können ihre Jahreszahlen noch immer nicht vorlegen. Alno hat scheinbar immer größere Probleme, sich einen Überblick über die Geschäftszahlen des vergangenen Jahres zu verschaffen. Dies gilt auch für Beate Uhse.

Beide AGs führen als Begründung Wechsel im Management an. Ein Argument, das bei Alno noch mehr zieht als bei Beate Uhse, denn dort ging lediglich der Finanzchef. Bei Alno gingen die Finanzchefin Ipek Demirtas zum Jahresende 2016 und CEO Max Müller Ende Mai 2017. Bei Alno ist es tatsächlich schon das vierte Mal – ursprünglich sollte die Veröffentlichung am 28. April erfolgen, dann am 9. Juni, später am 30. Juni und nun erst am 14. August. Demzufolge muss der neue von Tahoe Investors eingesetzte Vorstands- und Finanzchef Christian Brenner noch einige Rechenarbeit leisten, bis er mit der ihm von Max Müller und Ipek Demirtas gestellten Rechenaufgabe klar kommt.

Ich kann mir lebhaft vorstellen, dass diese Aufgabe nicht leicht zu lösen ist. Schließlich bewunderte die Branche – nicht erst seit heute – die Zahlenspiele von Ipek Demirtas und Max Müller. Ich behaupte sogar, kein anderes Unternehmen hätte so oft den Kopf aus der Schlinge ziehen können, wie dies Alno mit den beiden Spitzenmanagern – manche sagen auch Finanzjongleure oder Künstler – gelungen ist. So schreibt die Wirtschaftswoche in ihrer Ausgabe vom 16. Juni: „Dass bei dem Pfullendorfer Traditionsbetrieb der Ofen noch nicht endgültig aus ist, grenzt an ein ökonomisches Wunder.“ Weiter schreibt die Wirtschaftswoche, dass die Investorenfamilie Hastor vor allem unzufrieden mit der Arbeit der langjährigen Finanz-Vorständin sei. Ihr habe die nötige Professionalität gefehlt. Während ihrer Amtszeit hat sie unter anderem künftig zu erwartende mögliche Steuervorteile für Alno als Vermögenswerte bilanziert. Unternehmen können das machen, so die Wirtschaftswoche weiter, aber nur dann, wenn es realistisch ist, dass Verluste mit späteren Gewinnen verrechnet werden und das Unternehmen tatsächlich Steuern sparen kann. Die Rechnung ist nicht aufgegangen und die Familie Hastor hat nun einen kräftigen Klotz am Bein.

Redaktion und Vertrieb von küchennews werden in diesem Jahr in den Sommerferien vom 17. bis zum 28. Juli erstmals Betriebsferien machen. Die nächste Ausgabe von küchennews erscheint in der KW 31. Bis dahin wünschen wir Ihnen allen einen schönen Sommer, schöne Ferien und eine noch bessere Erholung. Aktuelle News finden Sie allerdings wie immer auf unserer Internetseite www.kuechennews.de.

In diesem Sinne Ihre Stefanie Willach

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