(c) Interieur Verlag

Küchen-News

küchennews - aktuelle Infos der Küchen-, Zubehör- und Hausgerätebranche. News für Insider. mehr…


BVDM und VDM-Präsidenten Strothoff und Stiehl fordern Gleichbehandlung

Hans Strothoff schrieb als BVDM-Präsident zusammen mit VDM-Präsident Michael Stiehl an den Wirtschaftsminister

In einem Schreiben von BVDM Präsident Hans Strothoff und VDM-Präsident Michael Stiehl an den Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, das schon am 7. April per Mail versandt wurde, fordern beide eine Lockerung des Lockdowns für den Küchen- und Möbelhandel und damit eine Gleichbehandlung mit den Bau- und Heimwerkermärkten, die derzeit im Bereich Küche wohl das Geschäft ihres Lebens machen. Einzelne Verkäufer berichten der küchennews-Redaktion von Umsatzsteigerungen um bis zu 80 Prozent und langen Warteschlangen vor den Beratungsplätzen bei OBI und Bauhaus, die über jeweils eigene Shop-in-Shop-Systeme für den Küchenverkauf verfügen.

In dem Brief an den Wirtschaftsminister Altmaier heißt es, „Sehr geehrter Herr Minister Altmaier, zweifelsfrei hat dieser Schutz der Gesundheit höchste Priorität. Es sollte jedoch frühzeitig ein Ausstiegsszenario entwickelt werden, das der Gesellschaft und der Wirtschaft erlaubt, schrittweise zur Normalität zurückzufinden. Dazu zählt unserer Ansicht nach auch, genau zu prüfen, welche Branchen und Tätigkeiten durch geeignete Schutzmaßnahmen wieder hochgefahren werden können. Möbel- und Küchenhandel weisen aufgrund der vergleichsweise großzügigen Verkaufsfläche und der im Verhältnis zur Fläche geringeren Besucherzahl eine noch eingeschränktere Kontakthäufigkeit auf als dies zum Beispiel in Baumärkten der Fall ist. Durch eine strikte Begrenzung der Kundenzahlen und die zusätzliche Umsetzung strenger Hygienemaßnahmen sehen wir uns in der Lage, den Schutz von Mitarbeitern und Kunden sicherzustellen und damit ein geordnetes Wiederanlaufen des Möbel- und Küchenhandels und der Industrie zu gewährleisten. Denn in unserer Verantwortung liegen auch die Arbeitsplätze und das Einkommen von insgesamt rund 300.000 Mitarbeitern der Branche, die unter Einbeziehung der Logistik an einer Selbstverpflichtung für eine geordnete und gesundheitlich abgesicherte Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Aktivitäten arbeitet. Schon jetzt – nach den jetzigen Erkenntnissen der Experten – sollte zumindest eine Einzelberatung in geschlossener Ausstellung mit Einhaltung von Mindestabständen und Hygieneregeln möglich sein. Es ist nur schwer nachzuvollziehen, dass Baumärkte, teilweise mit eigener Küchenausstellung, geöffnet haben und beraten dürfen, während Küchen- und Möbelhäuser bei deutlich weniger Publikumsverkehr diese Möglichkeiten nicht haben. Ich bitte Sie, unser Branchenanliegen bei zukünftigen Beratungen zu berücksichtigen und den Mittelstand als Rückgrat der Wirtschaft auch für unsere Branche zu unterstützen.“




Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare hinterlegt.



×